ICS M4 CXP M.A.R.S. Komodo S-Aeg

ICS M4 CXP M.A.R.S. Komodo S-AEG

Mit der kommenden M.A.R.S. (Modern Assault Rifle System) Serie möchte ICS in die Neuzeit vordringen. Bisher war ICS einer der wenigen Premiumhersteller, die kein Mosfet in ihre Airsoftguns eingebaut hatten. Dies soll sich mit der neuen Serie ändern. Wir haben die neue ICS M4 M.A.R.S Komodo S-AEG getestet und teilen hier unsere Erfahrungen mit euch.

Zu ICS:

ICS stellt seit über 30 Jahren Airsoftguns her. Seit etwa 15 Jahren produzieren sie dazu AEGs, also Elektrisch betriebene Airsoftguns. Nach eigenen Angaben arbeiten zehn Ingenieure in der Entwicklungsarbeit der ICS Schmiede. Aktuell beliefert ICS 36 Länder auf fünf Kontinenten. Der größte Markt für ICS ist der europäische Markt. ICS ist bekannt und beliebt für höchste Standards sowie für die allseits beliebte Split-Gearbox bei den AR15 Modellen. ICS hat seinen Sitz in Taiwan, das bedeutet zumeist einen höheren Standard als bei chinesischen Herstellern.

Fakten kurz gehalten:

  • System: S-AEG mit EBB(= elektrisch betrieben mit BlowBack, nur semi automatisch)
  • Kaliber: 6mm
  • HopUp: ja, einstellbar
  • Material: Metall & hochwertiger Kunststoff
  • Energie:ca. 1,75 Joule ohne Hop-Up mit eingestelltem Hop-Up 1,6 Joule
  • Gesamtlänge: ca. 840 – 935mm
  • Lauflänge: 375mm
  • Gearbox: Version 2 (ICS Split Gearbox mit beidseitigem Fireselector)
  • Gewicht: ca. 3160g

Lieferumfang:

  • Airsoftgun selber
  • Laufreinigungsstab
  • Barrelnut-Tool
  • High Cap
  • Zwei Ersatzsicherungen
  • Drei Picanntiny Schienen (zwei kurze 35mm eine längere 75 mm )
  • Eine Tüte BBs
  • BEGADI Messprotokoll
  • ICS Keymod Infozettel
  • ICS Katalog
  • Gebrauchsanweisung für die M.A.R.S.  mit Explosionszeichnung

Das Äußere:

Die neue ICS M4 M.A.R.S gibt es in drei Farbkombinationen. In Schwarz, in TAN und in Bicolor also Tan und Schwarz gemischt. Wir haben eine Bicolor Variante gewählt um euch beide Farbtöne zeigen zu können. Der Ton der Tan-Elemente ist hell gehalten. Wir würden in mit einem hellem Braun betiteln, vielleicht lehmfarben ähnlich heller Schlämmkreide. Das schwarz ist tiefschwarz, es ist kein blau Schimmer oder ähnliches zu vernehmen. Die Farbtöne sind matt gehalten jedoch unterschiedlich in der Ausprägung  zudem scheint der Lack Schlagfest zu sein, uns ist die Airsoft mindestens fünf Mal angeeckt und abgesprungen ist uns nichts.

Auch ist uns aufgefallen, dass ein Teil wohl pulverbeschichtet und ein Teil lackiert ist dies erklärt wohl die unterschiedlichen Ausprägungen der Farben bei der Bicolorvariante finden wir ergibt dies eine tolle Kombination. Bei anderen Herstellern werden die Farbtöne immer glänzender, was im Spielverlauf störend ist da die beste Tarnung nichts bringt wenn die Airsoftgun dann leuchtet wie ein Einhorn auf dem Regenbogen.

Fast die gesamte Airsoft ist auf Metall gefertigt. Das Metall fühlt sich nach Aluminium an, sehr hochwertig und fest. Nicht dieses billige Zinkdruckguss das man von Jing-Gong kennt sondern richtig festes Material. Das Frontset sieht schön Aggressiv aus. Man will sofort aufs Spielfeld mit ihr wenn man die kleine ansieht. Neben dem Frontset sind auch der Flashhider und der Trigger moderner geworden, man bekommt nun einen Speedtrigger geliefert und der Fireselector sowie der Magazin-Release kann von beiden Seiten verwendet werden. Das wird unsere Linkshänder im Team erfreuen, bisher waren hierfür immer umständliche Umbauten oder gar Ausweichen auf andere Replikatypen nötig. Die Iron-Flip-Sights sind angenehm flach und erscheinen sportlich. Der Stock dient zur Akkuunterbringung, ICS hat hier die Kabel schön verlegt, so dass diese nicht mit der Zeit aufgeschrammt und ersetzt werden müssen. Der Stock selber ist auch modern, erinnert an einen Stock von einer 416/417 er bietet obendrein viel Platz für größere Akkus.

Die Receiver sind kantig geschnitten auf dem Upper-Receiver ist CXP eingraviert. Auf dem Lower-Receiver ist linksseitig M.A.R.S MODERN ASSAULT RIFLE SYSTEM CAL. MULTI und eine Seriennummer eingraviert welche fortlaufend sein soll. Auf der rechten Seite verbergen sich eine Herstellergravur von ICS und der Importeur in diesem Fall Begadi sowie die Cal. Angabe von 6mm in Verbindung mit dem „F“ im Fünfeck. Alles in allem wirkt sehr stimmig, spritzig und neu. Vergangen ist die Zeit in der ICS als „Old Gen“ bezeichnet wird, man nähert sich endlich dem modernen Design. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste IPSC Turnier in dem wir dieses Biest ausführen dürfen.

Das Keymod auf der Oberseite ist frech unterbrochen, hier kann man bei Bedarf aber eine der mitgelieferten Schienen montieren und erhält sie eine fast durchgehende Keymod, wir lassen dies weg, da wir so sehr gut um den Handguard greifen können.

Eine Kleinigkeit die uns erst später aufgefallen aber total klasse ist, die Bodypins bleiben in dem Body „hängen“ wenn wir diese ausstoßen. Somit kann man diese nicht verlieren. Das Gehäuse wird wie das Original geöffnet und so lässt sich auch direkt einer der Vorteile einer zwei geteilten Gearbox sehen, sollte es mal einen Jam geben (wir bezweifeln, dass sie Jamt) öffnet man kurz den Upper-Receiver und der Jam ist gelöst. Wir finden, hier hat ICS die schönste und zugleich schnittigste, sportlichste Variante einer M4 die wir seit langem angefasst haben. Scharfe Kanten konnten wir nicht finden alles war soweit gut entgratet.

Insgesamt ist die ICS M4 M.A.R.S. Komodo sehr gut ausbalanciert. Mit guten drei Kilogramm ist sie wuchtig aber dennoch Handlich. Es ist kein CQB Modell aber dennoch hat man das Gefühl damit gut um die Ecke zu kommen.

Das Innere:

Beim heraus nehmen der Gearox fällt uns direkt auf, dass diese über ein Federschnellwechselsystem (FSWS) verfügt. Der Piston besteht aus Kunststoff. Ist nicht gummiert und knallt hart auf den Cylinderhead. Hier kennen wir von anderen Herstellern einen etwas leiseren Zyklus. Eine leichte Gummischicht auf beidem wäre hier angebracht, klar nimmt das auch wieder Volumen, was durch stärkere Federn abgefangen werden müsste was dann wiederum härter auf den Pistonhead aufschlägt und sich somit die Ratte in den Schwanz beißt. Jedoch haben wir insgesamt gute Erfahrungen mit so genannten Sorbopads in Verbindung mit guten M110 Federn gemacht. Da wir hier über ein FSWS verfügen kann man da auch schnell wechseln. (Vielleicht testen wir hierfür auch mal das Silence-Tuning Kit von ICS J ). Insgesamt ist die Lautstärke der ICS bei ca. 90 dB.

Die Lower-Gearbox besteht aus den bekannten ICS Gears, geschätzt und gemocht können diese laut Herstellerangaben ca. 100.000 Schüsse abgeben ohne dass ein Abrieb festzustellen sei. Und das können wir bestätigen. Im  Bekanntenkreis befinden sich mehrere ICS`s S-AEGs die teilweise noch die ersten Gears seit Jahren verwenden und diese sehen nicht abgenutzt aus. Angetrieben wird das ganze durch einen starken ICS 3000 Motor welcher mühelos Federn bis zu einer Stärke von M130 locker zieht. Der Stomfluss wird gewährleistet durch eine Switch-Unit wie sie bekannt ist. Besser wäre eine Drop-In Variante eines Mosfets mit einer elektronischen Schuss Kontrolleinheit ähnliche dem ASCU jedoch wurde uns von einem bekannten ICS Captain erzählt, dass dies wohl bald auch kommen könne. Wir bleiben gespannt und sind froh, dass ICS jetzt Li-Po Ready ab Werk verkauft. Wenn jetzt noch der Mini-Tamiya durch T-Plugs gewechselt wird sind wir fast vollkommen zufrieden.

Der Piston verfügt über acht Stahlzähnen, das Nozzle misst 20,89 mm und verfügt über keinen O-Ring

Der Lauf ist wohl aus Aluminium, hat einen 6,04 mm Durchmesser und ist absolut Grade. Es ist von Werk aus die Metall-Hop-Up Unit verbaut. Im Hop-Up Gimmi ist etwas Silikonöl, wir empfehlen das Bucking und den Lauf vor dem ersten Gebrauch zu Reinigen.

Standardmäßig ist ein EBB System verbaut. Dies wollten wir testen, jedoch fühlt man es kaum und das Hülsenauswurffenster springt jedes Mal auf. Wir wissen nicht ob dies beabsichtigt ist. Können es uns jedoch nicht vorstellen, dass man so etwas mit Absicht einbaut.

Die Gears selber waren ordentlich gefettet. Zwar bevorzugen wir eine etwas dezentere Fettung der Gears, aber das sind wirklich Feinheiten die nicht ins Gewicht fallen sollen. Gut finden wir, dass das Mosfet schön klein ist. Es liegt am Ende des Upper-Receivers am Übergang zur Stocktube.

Insgesamt klingt die ICS sehr gut geshimmt. Es kreischt nichts. Der Motor zieht die vermutliche M120 Feder mühelos. Hier gibt es nichts zu bemängeln. Wir empfehlen hier einen 11,1 V LiPo da sonst das Ansprechverhalten etwas zu zaghaft ist.

Die Spielpraxis:

Pro:

  • Präzise
  • Tuning Internals von Haus aus
  • Mosfet ab Werk
  • Federschnellwechsel
  • Zweigeteilte Gearbox
  • Für Links wie Rechtsschützen
  • Design
  • Verwendete Materialien sind sehr Hochwertig

Contra:

  • Mini Tamiya Stecker
  • High Cap Magazin sitzt zu Stramm
  • Lauter Schusszyklus

Fazit: Wer gerne eine M4 in aggressivem look haben möchte, macht mit der ICS Komodo garantiert nichts verkehrt. Die Verarbeitung ist solide, die Materialien wertig und das Gesamtergebnis stimmt. Auch ist die out of the Box performance stimmig. Ein zusätzlicher Kaufgrund, kann für den Einen oder Anderen, die Split-Gearbox sein. Mit dieser ist man zügig auf viele Felder eingestellt und auch ein eventueller Jam, wäre schnell behoben.

Hier könnt Ihr das Video des Schusstest ansehen:

Vielen Dank fürs lesen.

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